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Komodowaran (Varanus komodoensis) - Pulau Rinca, Boot vor KarimunjavaIndonesien

Grüne Peitschenschlange - Dryophis mycterizans, Java, IndonesienMit 206 Millionen Menschen ist Indonesien nach China und Indien das drittgrößte Land Asiens.
Vor 5 Jahren war ich bereits einen guten Monat in Indonesien, 2005 sollten es 2 Monate werden. Ich fuhr von Flores mit Bemo, Bus und Fähre über Sumbawa, Lombok und Bali bis Yogyakarta / Java. Hier besondere Highlights herauszustellen ist schwierig - es gab zu viele! Ich werde hier drei vorstellen:

1. Höhepunkt: Zu den Komodo-Waranen auf Rinca                                 In Bajawa / Flores hatte ich bereits meine Erfahrungen mit dem „public bus“ gemacht: Nur eingefleischte Masochisten oder fanatische Sparfüchse fahren hier länger als zwei Stunden mit dem öffentlichen Bus. Aber meine Reisegefährten gehörten zu einer der beiden Kategorien und so machte auch ich mich auf den zweiten Teil der Tour, bei der man eingeklemmt zwischen vielen unverständlich sprechenden Menschen fast bewegungsunfähig hockt und seine langen Beine verflucht. Alles wird hier per Bus transportiert, Säcke mit Gemüse und Hühnern, sogar lebende Schweine. Letztere allerdings gefesselt auf dem Busdach! Die Männer tragen hier Wickelröcke und Anoraks (Kapuze hoch!) und oft wollene Strickmützen. Mitteleuropäer empfinden es hier selbst im T-Shirt als heiß! Die Frauen tragen gern einen Kamm im Haar und einige haben ihr Gesicht mit einer dicken weißen Paste zugekleistert.

Labuan Bajo, Flores, IndonesienNach mehr als 13 Stunden Fahrt landen wir in Labuan Bajo. Zur Belohnung für die durchgestandenen Strapazen gönnen wir uns das Hill Top Hotel. Es hat etwas außerhalb der Stadt eine einmalige Lage mit wirklich unbezahlbarem Blick auf das Meer, ist auch vom Preisniveau sehr empfehlenswert. Allerdings ist der Weg zum Wasser eine mittlere Wanderung.

Man kann von hier eine Tagestour nach Rinca unternehmen, es gibt verschiedene Reiseunternehmer. Man kann auch versuchen, mit den Fischern selbst einen Preis auszuhandeln. Ich bezahlte 250 000 Rupien. Das Verhandeln überließ ich schlauerweise Ryan, meinem indonesischen Reisegefährten. Rinca ist für Kenner ein Traumziel, denn hier und noch auf zwei benachbarten Inseln leben die letzten Riesen der Urzeit, bis zu drei Meter lange Komodowarane.

Früh morgens geht es los. Die Fahrt mit dem Fischerboot dauert etwa zwei Stunden. An der Anlegestelle in Palau Rinca erwartet uns ein mehr als 2 m langer Komodo-Waran. Er wird mühsam mit einem langen Stock vertrieben – ungefährlich sind diese Reptilien keinesfalls. Der Biss der Riesen-Echsen ist tödlich giftig; auf Rinca jagen sie bevorzugt wilde Büffel! Wir sahen die knöchernen Überreste ihrer Mahlzeiten.

Komodo Waran (Varanus komodoensis) auf Rinca, IndonesienEine kurze Anmeldung beim Nationalpark-Office – bald steht ein Ranger zur Verfügung. Auf einer eineinhalbstündigen Pirsch über die Insel zeigt er uns viele Komodo Warane (oft aus beängstigender Nähe), dazu Büffel, Affen und Hirsche. Er ist gut informiert und gibt sein Wissen in gut verständlichem Englisch weiter – schließlich ist er Biologie-Student aus Bandung / Java, der hier sein Praktikum macht.

Farbenfroher Seestern vor Flores / Starfish, SeestarAuf dem Rückweg stoppten die Fischer noch in einer korallenreichen Bucht. Hier war Gelegenheit zum Schnorcheln. Die Gewässer vor Flores sind im Hinblick auf ihre Unterwasserwelt wirklich sehenswert. Es wird gelegentlich gesagt, der Name Flores, also "Blüten", leitet sich von der Farbenpracht der Korallentiere her. - Wir hatten allerdings nicht viel Zeit, das Unterwasserleben zu genießen – dunkle Wolken zogen auf und bald erwischten wir ein heftiges Tropenunwetter. Die Fischer wollten schnell wieder zurück, sicher war das nicht nur in ihrem Interesse!

Tempel Pura Ulun Danu am Bratansee bei Bedugul2. Höhepunkt: Padangbai / Bali

Die kleine Insel Bali ist sicher als Ganzes Höhepunkt einer Indonesienreise - allerdings ist das beileibe kein „Geheimtipp“! Dasselbe gilt für die Orte Ubud, Bedugul oder für das berühmte Tanah Lot mit seinem Sonnenuntergang am Meer.

Die meisten Balinesen sind sehr freundlich und die Preise wirklich günstig. Allerdings würde ich Orte wie Kuta oder Sanur meiden - hier ist zu viel Trubel, aber nicht das typische Bali. Nehmen Sie stattdessen vom Flughafen ein Taxi für die einstündige Fahrt nach Padangbai, einem Fischerdorf im Südosten der Insel. Das Taxi kostete 2005 etwa 180000 Rupien, etwa 18 €.

Strand bei Padangbai / Bali / IndonesienUnweit von Padangbai liegen zwei schöne Sandstrände, die man nach kurzem Anmarsch erreicht. Hier findet man Ruhe und beim Schnorcheln gibt es einiges zu sehen. Preisgünstige Esslokale sind direkt am Strand. Überhaupt - die Preise: in „Patai Ayo“ gab es ein schönes Zimmer für 4 € inkl. Frühstück. Darüber hinaus ist Padangbai eine Info-Börse für Traveller - am Strand, in einem der vielen Esslokale, im Internet-Cafe oder in der Tauchschule - überall werden Reiseerfahrungen ausgetauscht. - Von hier aus kann man gut den Rest der Insel erkunden. Am besten mietet man sich für 2 oder 3 Tage einen Wagen mit Fahrer. Handeln Sie den Endpreis und die Fahrtziele vorher aus - so eine Tour lohnt sich allemal!

Verkäuferin am Strand von Gili AirUnd wenn noch ein oder zwei Wochen drin sind - es ist von hier nicht mehr allzu weit zu den Gili-Inseln bei Lombok. Der Fähranleger nach Lombok ist direkt in Padangbai. Sie können die Fahrt bei örtlichen Reiseveranstaltern buchen. Ich empfehle Gili Air - eine Trauminsel! - Man kann das Inselchen locker in einer Stunde umwandern; und trotz ihrer Beliebtheit ist sie noch nicht zu überfüllt. Wer Einsamkeit sucht, ist sicher an der Südküste von Lombok besser aufgehoben. Andererseits - Taucher brauchen auch eine gewisse Infrastruktur. Hier ist man als Taucher gut aufgehoben! Die Tauchschulen sind solide und das Meer bietet reichlich Überraschungen! - Suchen Sie sich eine Unterkunft an der Westküste. Dann sehen Sie abends die Sonne hinter den Bergen Balis untergehen - dazu ein Sundowner! Sie werden das nie vergessen!

Sonnenuntergang über Karimunjawa / Indonesien3. Höhepunkt: Karimunjawa.

Die Inselgruppe liegt etwa 140 km nördlich von Semarang in der Javasee. Mit der Schnellfähre schafft man das in 2 1/2 Stunden. Auf der Insel gibt es nur ein Hotel, aber man kann auch bei den Fischerleuten gleich rechts am Ortseingang unterkommen. Hier kann man auch Bootstouren durch die Welt der Mini-Inselchen mieten. Da draußen begegnet man Seeadlern und Delphinen, vor allem aber beim Schnorcheln Korallengärten, wie ich sie noch nirgendwo anders auf der Welt gesehen habe. Wirklich ein Geheimtipp - noch!

Einen Haken hat die Sache allerdings: Sie werden wohl alles selbst organisieren müssen und nur mit Glück treffen Sie auf jemanden, der Ihre Sprache (oder auch englisch!) spricht.

Krater des Bromo / JavaWeitere Highlights zu Indonesien:

Die 3 Kraterseen des Gunung Kelimutu / Flores

Die traumhafte Musik auf Flores

Lombok: Sekotong Indah Beach Bungalows
              
Bali - Sonnenuntergang bei Tanah Lot

Vulkankrater des Bromo (Java) - Foto!


Faden-Prachtzwerggurami Parosphromenus filamentosus VIERKE, 1981Daneben bietet mir Indonesien noch Highlights ganz persönlicher Art. Als Labyrinthfisch Experte habe ich gerade in diesen Regionen den begehrten Aquarienfischen in kleinen Urwaldtümpeln, in Bächen und Gräben nachgestellt, sie daheim in Aquarien gezüchtet und ihr Verhalten studiert. Auch einige neue Arten konnte ich wissenschaftlich beschreiben. Aus Südborneo beschrieb ich den schönen, nur wenige Zentimeter großen Faden-Prachtzwerggurami Parosphromenus filamentosus (Abbildung oben).

Betta edithae VIERKE, 1984 aus Borneo bei der LaichübergabeAus dem Süden Borneos stammen auch der Schokoladengurami Sphaerichthys selatanensis VIERKE, 1979 sowie die kleinen Kampffische Betta foerschi VIERKE, 1979 und der links abgebildete Maulbrüter Betta edithae VIERKE, 1984. Das Foto zeigt gerade den Moment, in dem das edithae-Weibchen dem unter ihm am Boden liegendem Männchen ein Ei vorspuckt. Auf diese Weise nimmt der Vater nach und nach eine ganze Menge Laichkörner in seinem Kehlsack auf. Hier, im Maul des Vaters, ist die Brut bestmöglich vor eventuellen Freßfeinden geschützt. Die Maulbrut-Pflege dauert einige Wochen und in dieser Zeit muss das edithae-Männchen natürlich fasten. Erst wenn die Kleinen selbständig sind, werden sie vom Kampffisch-Vater entlassen.

Wenn Sie Interesse an den Themen Aquarienfische, Tauchen und Expeditions-Reisen haben, besuchen Sie mich gern auf meiner anderen Homepage: Dr. Fisch. Hier ist die Verbindung: Fischreisen!


Bei einem Bergstamm im Norden Thailands beim Goldenen DreieckMein erster Besuch in Thailand liegt Jahrzehnte zurück – 1978. Seither hat sich im Land vieles verändert, sehr vieles. Da ich Thailand zwischenzeitlich mehrfach bereist hatte, blieb mir eigentlich nur noch ein „weißer Fleck“ – der hohe Norden des Landes, das Goldene Dreieck. Hier an der Grenze zu Myanmar und Laos kann man die verschiedenen Bergstämme besuchen und man sieht viele Einzelreisende. Es ist aber letztlich doch alles vermarktet, der Kampf um die letzten Traveller tobt heftig. Aber der Reisende profitiert davon. Nirgendwo in Thailand sind die Service-Angebote so günstig wie hier – das gilt für die Unterkünfte bis hin zur Rasur und zur Massage.

Tankstelle in MyanmarMeine Reise nach Birma (Burma, Myanmar) erinnerte mich in vielem an das „alte Thailand“. Ich hatte im Reisebüro eine Tour Yangon (Rangun), Bago, Mandalay, Bagan, Pyay gebucht – jedoch keine Gruppenreise, sondern mit eigenem PKW und Chauffeur und einer deutsch sprechenden Reiseleiterin. Ich gebe zu, die Reise war dreimal so teuer wie eine Pauschal-Rundreise durch Thailand. Sie war aber auch dreimal so eindrucksvoll. Von Bago nach Mandalay ging es im Nachtzug. Natürlich gab es da auch eine Liegemöglichkeit. Nie zuvor wurde ich derart durchgerüttelt und gelegentlich fürchtete ich ganz ernsthaft, der Zug könnte aus den Gleisen springen.

im Inle See - BurmaHöhepunkt meiner Birma-Reise waren aber nicht die goldene Shwedagon-Pagode in Rangun oder der Palast in Mandalay (Foto!), auch nicht der Mt. Popa oder das Pagodenfeld von Bagan mit seinen mehr als 5000 Tempeln und Ruinen. Es war ein Abstecher zum Inle-See, ein See mit schwimmenden Inseln, einem empfehlenswerten Hotel (Paradise-Hotel), mit Beinruderern und freundlichen Menschen, die sich im umliegenden Urwald zu stundenlangen Märschen aufmachen, um die bunten Märkte am See zu besuchen.

Am Strand von Karimunjawa, Indonesien

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